You are at: Der Stammbaum arrow Stammbaum Menschen arrow Stammbaum Schriftsteller arrow Kita: Gut oder schlecht fürs Kind?, 2. Teil
Kita: Gut oder schlecht fürs Kind?, 2. Teil E-mail

Kita: Gut oder schlecht fürs Kind?, 2. Teil

 

Die Mutter bleibt zu Hause, kümmert sich um den Haushalt und betreut den Nachwuchs. Jedenfalls solange, bis das Kind in den Kindergarten kommt. - Was früher fast schon eine Selbstverständlichkeit war, sieht inzwischen anders aus. Immer mehr Kinder besuchen früh eine Kita. Zum Beispiel, weil beide Elternteile nach einer kurzen Babypause ins Berufsleben zurückkehren wollen oder müssen.

Doch auch wenn die Eltern sogar einen gesetzlichen Anspruch auf einen Kita-Platz für ihr Kind haben, reißen die Diskussionen über eine frühe Fremdbetreuung nicht ab. Während die Befürworter mit einer positiven Entwicklung argumentieren, halten die Kritiker mit einer möglichen Überforderung, zu viel Stress und einer schlechteren Bindungsfähigkeit dagegen. Und beide Seiten bemühen gerne Studien und Untersuchungen, die ihre Position bestätigen.

Wie sieht es also aus? Ist es gut oder schlecht fürs Kind, wenn es früh in eine Kita geht? In einem zweiteiligen Beitrag setzen wir uns mit dieser Frage auseinander. Dabei haben wir im 1. Teil die Situation beleuchtet und aufgezeigt, was für einen Kita-Besuch spricht. Jetzt, im 2. Teil, geben wir fünf Tipps für einen gelungenen Start in die Kita-Zeit.

 

Tipp Nr. 1: Früh mit einer sanften Vorbereitung auf den Kita-Besuch beginnen.

Steht fest, dass das Kind recht früh in die Kita gehen wird, sollten die Eltern den Besuch von Anfang an sanft vorbereiten. So können die Großeltern, die Paten oder Freunde immer mal wieder auf das Kind aufpassen. Gut ist auch, wenn der Nachwuchs gelegentlich von einer anderen Person ins Bett gebracht wird. Auf diese Weise gewöhnt sich das Kind daran, von anderen betreut zu werden und für ein paar Stunden von den Eltern getrennt zu sein. Hat das Kind ständig seine Eltern um sich, tut es sich oft schwer damit, sich plötzlich abzunabeln und von jetzt auf nachher in der Kita einzuleben.

 

Tipp Nr. 2: Die Kita mit Bedacht auswählen.

Auf der Suche nach einem Kita-Platz sollten die Eltern sehr genau hinsehen. Welches Konzept hat die Kita? Wie groß sind die Gruppen? Wie viele Kleinstkinder besuchen die Einrichtung? Wie viele Erzieherinnen kümmern sich um eine Gruppe? Arbeiten die Erzieherinnen überwiegend in Teilzeit, so dass die Betreuung ständig wechselt? All das sind Punkte, auf die die Eltern achten sollten.

Natürlich ist die Auswahl oft begrenzt. Und in vielen Fällen sind die Eltern froh, wenn sie überhaupt einen Kita-Platz für ihr Kind finden. Denn ein Rechtsanspruch hilft wenig, wenn die Einrichtungen in der näheren Umgebung ausgelastet sind. Doch der Betreuungsschlüssel spielt eine wichtige Rolle. Das gilt umso mehr, je jünger das Kind ist. Ein kleines Kind braucht eine Bezugsperson, zu der es eine stabile und sichere Bindung aufbauen kann. Fehlt die Konstanz in der Betreuung, kann das für ein Kleinkind (zu) stressig werden.

Sind die Eltern von einer Kita gar nicht überzeugt, sollten sie sich nach einer Alternative umschauen. Das kann eine private Einrichtung oder auch eine Tagesmutter sein. Andererseits sollten die Eltern auf ihr Kind achten. Denn wenn sich der Nachwuchs offensichtlich vom ersten Moment an pudelwohl fühlt und am liebsten gleich dableiben möchte, spricht nichts gegen einen Versuch.   

 

Tipp Nr. 3: Genug Zeit für die Eingewöhnung einplanen.

Lauter tolle Spielsachen, viele andere Kinder und jede Menge neue Eindrücke: Die ersten Minuten in der Kita sind ganz schön spannend. Doch wenn sich die Eltern verabschieden wollen oder ein paar Stunden vergangen sind, kann die Stimmung plötzlich kippen. Die Eltern sollten berücksichtigen, dass sich ihr Kind an die neue Umgebung gewöhnen muss. Dass ein paar Tränen fließen können, ist normal und kein Grund, das Kind gleich wieder aus der Kita zu nehmen. Es dauert seine Zeit, bis die neue Situation für alle Beteiligten zur Normalität wird.

Etwa vier Wochen lang sollten die Eltern die Situation beobachten. Optimal ist, wenn die Zeit, die das Kind in der Kita verbringt, in dieser Startphase langsam gesteigert wird. So ist der Start in die Kita-Zeit sanfter und sowohl dem Kind als auch den Eltern fällt es leichter, sich umzugewöhnen. Fühlt sich das Kind nach der vierwöchigen Eingewöhnungsphase noch immer nicht wohl und möchte es partout nicht in die Kita, ist es für einen Besuch vermutlich noch zu früh.

Und: Der Kita-Besuch beginnt meist im Herbst. Damit fällt er in eine Zeit, in der Erkältungen und andere Infekte die Runde machen. Die Eltern sollten deshalb einplanen, dass das Kind gerade in den ersten Wochen öfter krank werden kann. Gut ist daher, wenn die Rückkehr ins Berufsleben zeitlich versetzt erfolgt oder die Betreuung anderweitig sichergestellt ist.

 

Tipp Nr. 4: Einen Ausgleich zur Kita schaffen.

In der Kita geht es ganz schön turbulent zu. Da wird gespielt, getobt, gesungen und gebastelt. Das Kind ist ständig beschäftigt und in verschiedenste Aktivitäten eingebunden. Zu Hause sollte das Kind deshalb zur Ruhe kommen können. Statt den Nachmittag mit Terminen, Besuchen und Spiel-Verabredungen vollzupacken, sollte entspannte Familienzeit angesagt sein. Ausgiebiges Kuscheln, das gemeinsame Abendessen und das Vorlesen einer Gute-Nacht-Geschichte schaffen den nötigen Ausgleich zum aufregenden Kita-Alltag.

  

Tipp Nr. 5: Selbstbewusst zu der Entscheidung stehen.

Vor allem Mütter plagt oft das schlechte Gewissen, wenn sie ihren Nachwuchs früh in die Fremdbetreuung geben. Doch das schlechte Gewissen hilft niemandem - der Mutter nicht und noch weniger dem Kind. Denn ein Kind spürt, dass etwas nicht in Ordnung ist. Dadurch kann auch seine Begeisterung für die Kita abnehmen.

Die Eltern sind deshalb gut beraten, wenn sie zu ihrer Entscheidung stehen. Es gibt keinen Grund, weshalb sie sich von Vorwürfen verunsichern lassen oder anderen gegenüber rechtfertigten müssten. Sie selbst wissen am besten, was für ihre Familie das Richtige ist. Statt zu zweifeln, sollten sie sich darüber freuen, dass ihr Kind in der Kita viele neue Dinge lernt, allerlei Sachen ausprobieren kann, tolle Erfahrungen sammelt und erste Freundschaften schließt. Sie sollten sich vor Augen führen, dass ihr Kind in der Kita eine Umgebung erlebt, die sie ihm zu Hause so nicht bieten können.


Studien haben außerdem gezeigt, dass arbeitende Mütter oft zufriedener sind als Mütter, die sich ausschließlich um den Haushalt und die Kinder kümmern. Für ein Kind ist wichtig, dass es Liebe und Geborgenheit spürt. Und je glücklicher und zufriedener die Eltern sind, desto besser können sie diese Gefühle zusammen mit ihrem Nachwuchs leben.

Mehr Anleitungen, Tipps, Ratgeber und Vorlagen:

 

 
< Prev   Next >

mehr Artikel

5 Basistipps zur Ahnenforschung 5 Basistipps zur Ahnenforschung Viele kennen nur ihre nächsten Angehörigen und das Wissen über die Familiengeschichte stammt aus Erzählungen, die bestenfalls zwei, drei Generationen zurückreichen. Wer mehr über seine Vorfahren wissen möchte, muss sich der Familienforschung widmen. Der Fachbegriff für die Familienforschung lautet Genealogie.    Ganzen Artikel...

Eine Ahnentafel selber machen - Infos und Tipps, 1. Teil Eine Ahnentafel selber machen - Infos und Tipps, 1. Teil Die Suche nach den eigenen Vorfahren kann sehr spannend sein. Die Ergebnisse dieser Suche können in einer Ahnentafel festgehalten werden.    Ganzen Artikel...

Die spannendsten Infos zur Weltuntergangstheorie der Maya Die spannendsten Infos zur Weltuntergangstheorie der Maya Der Maya-Kalender prophezeit, dass die Welt am 21. Dezember 2012 untergehen wird. An diesem Tag werden alle Planeten in einer Reihe stehen und die Kräfte, die durch diese Konstellation auf die Erde einwirken, werden alles, was von Menschenhand je geschaffen wurde, zerstören. Erdbeben, verheerende Fluten und Vulkanausbrüche werden zur Folge haben, dass es in 100, über die ganze Welt verteilten Orten nur wenige Überlebende geben wird.    Ganzen Artikel...

Die Geschichte der Ehe Die Geschichte der Ehe  Für Ahnenforscher ist eine Eheschließung ein wichtiger Anhaltspunkt. Durch eine Hochzeit ändert sich nämlich in vielen Fällen nicht nur der Nachname, sondern es entsteht auch ein neuer Familienzweig.    Ganzen Artikel...



Die wichtigsten Fragen zum Kindesunterhalt, Teil 1 Die wichtigsten Fragen zum Kindesunterhalt, Teil 1   Eltern sind ihren Kindern gegenüber immer unterhaltspflichtig. Dabei wird zwischen dem sogenannten Naturalunterhalt und dem Barunterhalt unterschieden. Wie viel Unterhalt gezahlt werden muss, hängt vom Alter der Kinder, der Größe der Familie und dem monatlichen Einkommen der Eltern ab. In einer Beitragsreihe beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um den Kindesunterhalt!   Was genau bedeutet Unterhalt?  Ganzen Artikel...

Translation

Themengebiete

Wie wichtig sind die Großeltern bei der Kinderbetreuung?
Wie wichtig sind die Großeltern bei der Kinderbetreuung? Früher war die Betreuung der Kinder in erster Linie eine Familiensac...
Die wichtigsten Infos zum Kindergeld 2019
Die wichtigsten Infos zum Kindergeld 2019 Einer der wichtigsten Bausteine zur Förderung und gleichzeitig finanziellen Entlastung vo...
Sünde Vergebung und Ablass in der katholischen Kirche
Sünde, Vergebung und Ablass in der katholischen Kirche Jeder leistet sich ab und an die eine oder andere Sünde. Doch im katholisch...
Was hat es mit dem phänologischen Kalender auf sich?
Was hat es mit dem phänologischen Kalender auf sich? Wir teilen das Jahr in vier Jahreszeiten ein. Wir erwarten, dass die Natur im Fr&u...
Uneheliche Kinder in der Familienforschung
Uneheliche Kinder in der Familienforschung Auf der Suche nach den Ahnen und Vorfahren treten immer wieder Hürden und Hindernisse auf. S...
Was ist ein Ersttrimester-Screening und wie sinnvoll ist es?
Was ist ein Ersttrimester-Screening und wie sinnvoll ist es? Beim Ersttrimester-Screening handelt es sich um eine pränatale Unters...

themesclub.com cms Joomla template
Copyright © 2025 Stammbaum Vorlagen - Familie, Tipps und Ratgeber  -  All Rights Reserved.
design by themesclub.com
themesclub logo
Autoren & Betreiber Artdefects Media Verlag