Stammbaum der Azteken
Der Stammbaum spielte bei den Azteken eine wichtige Rolle. In ihrer Mythologie stammten sie aus einem mythischen Ort namens Aztlán. Vor allem die Bevölkerung von Tenochtitlan und Tlatelolco bezeichnete sich als Mexica. Im heutigen Mexiko leben zahlreiche indigene Bevölkerungsgruppen mit jeweils eigenen historischen Traditionen.
Aztlán spielt in den überlieferten Herkunftserzählungen der Mexica eine wichtige Rolle. Tenochtitlan wurde im 14. Jahrhundert gegründet und lag auf dem Gebiet des heutigen Mexiko-Stadt. Zu ihrer politischen Blütezeit übte die aztekische Herrschaft unter anderem durch Kriege und Tributforderungen großen Druck auf benachbarte Gemeinschaften aus.
Der Dreibund von Tenochtitlan, Texcoco und Tlacopan war ein politisches Machtbündnis; dynastische Ehen konnten dabei eine diplomatische Rolle spielen. Die Vorherrschaft der Mexica endete nach der spanischen Eroberung Tenochtitlans im Jahr 1521.
Kultur und Religion der Azteken
Hernán Cortés ließ den Herrscher Moctezuma II. während der spanischen Intervention gefangen halten. Moctezuma II. starb 1520. Die spanischen und indigenen Berichte unterscheiden sich in der Darstellung seines Todes. Seine Nachfolger Cuitláhuac und Cuauhtémoc konnten die Niederlage nicht verhindern. Spanische Truppen und verbündete indigene Gruppen belagerten Tenochtitlan, das 1521 fiel.
Auf Teilen der Stadt entstand das koloniale Mexiko-Stadt. Die Kolonialherrschaft und die Christianisierung veränderten die religiösen und kulturellen Traditionen grundlegend, ohne sie vollständig auszulöschen. Eine durchgängige genealogische Dokumentation bis in die Zeit vor der Eroberung ist für viele Familien nicht möglich. Bis heute wird Nahuatl von zahlreichen Menschen in Mexiko gesprochen.