Stammbaum der Maya
Die Geschichte der Maya reicht deutlich weiter zurück als die der Azteken. Maya-Gesellschaften und ihre Nachfahren bestehen bis heute. Der Rückgang vieler klassischer Maya-Städte hatte unterschiedliche Ursachen, die weiterhin erforscht werden. Auch zwischen Maya-Stadtstaaten kam es immer wieder zu Kriegen und politischen Auseinandersetzungen. Aus der Maya-Kultur haben sich neben den Sprachen zahlreiche Traditionen und kulturelle Ausdrucksformen bis heute erhalten.
In der Geschichte der Maya bestanden unterschiedliche politische Herrschaftsformen und voneinander unabhängige Stadtstaaten. Neben Königreichen gab es unterschiedliche regionale Herrschaftsstrukturen, an denen mehrere einflussreiche Familien beteiligt sein konnten.
Eine dieser „politischen“ Traditionen, die sich bis heute gehalten hat, ist die Wahl des „Maya-Bürgermeisters“. Traditionell veranstalten die Maya, diese Wahl alle drei Jahre. In religiösen Überlieferungen der Maya spielten sowohl Gottheiten als auch Ahnen und rituelle Handlungen wichtige Rollen.
Rituale und Götter der Maya
Rituale dienten in den religiösen Vorstellungen der Maya unter anderem der Aufrechterhaltung von Beziehungen zwischen Menschen, Gottheiten und der kosmischen Ordnung. Wodurch der Stammbaum der Maya jedoch wirklich berühmt geworden ist, ist seine Mathematik. Für die regelmäßigen Rituale wurden genaue Berechnungen und Kalender benötigt, die von den Maya mit erstaunlicher Präzision entwickelt wurden.
Ebenso nutzten sie dieses mathematische Wissen für ihre Architektur und die religiösen Bauten. Die Maya umfassen verschiedene Bevölkerungsgruppen mit verwandten, aber unterschiedlichen Sprachen; deshalb gibt es keinen einzelnen Stammbaum für alle Maya-Gruppen. Die Maya entwickelten eine bedeutende Hieroglyphenschrift, mit der sie historische und religiöse Inhalte festhielten.
Sie waren jedoch nicht die einzige indigene Kultur mit eigenen Schrifttraditionen. Ihre Kalender dienten unter anderem dazu, Zeitzyklen, rituelle Daten und historische Ereignisse einzuordnen. In der Langen Zählung der Maya wurden sehr große Zeiträume mithilfe aufeinanderfolgender Zyklen erfasst. Am 21. Dezember 2012 endete ein bedeutender Zyklus der Langen Zählung.
Weder endete damit der Kalender noch wurde dadurch ein Weltuntergang vorhergesagt.