Fachinformationen zur Stammbaumanalyse
Das Interesse daran, in welcher Form welche körperlichen und geistigen Merkmale auf die nachfolgenden Generationen weitergegeben werden, war schon früh vorhanden. Ursprünglich wurden die Vorstellungen und Annahmen jedoch deutlich von Geschichten und dem Aberglauben beeinflusst.
Erst ab etwa 1750 erfolgten die Beobachtung und Aufzeichnung von besonderen Merkmalen in Familien unter tatsächlich wissenschaftlichen Aspekten. Zu diesem Zeitpunkt war bereits bekannt, dass bestimmte genetische Besonderheiten selten und angeboren sein mussten.
Zu den ersten Stammbäumen, die sich mit der genetischen Forschung beschäftigen, gehört der Stammbaum von Mr. J. Scott, der 1777 die Verbreitung von Farbenblindheit in einer Familie dokumentierte. Aus genetischer Sicht war vor allem die Erkenntnis wichtig, dass es ein einziges erbliches Merkmal gab, das die Familienglieder in zwei Klassen aufspaltete. Für die Menschen waren solche Merkmale jedoch weniger interessant, das sie nur sehr selten vorkamen.